Jede Sonnencreme, die deine Haut gut vor UV-Strahlung schützt und die du in ausreichender Menge aufträgst, ist grundsätzlich auch beim Sport tragbar. Du brauchst also nicht automatisch ein separates Produkt speziell für den Sport. Aber es gibt durchaus Situationen und Anforderungen, die für dich im Alltag vermutlich irrelevant sind, aber beim Sport plötzlich doch wichtig sind:
Wasserfestigkeit
Wasserfestigkeit ist beispielsweise bei Wassersportarten ein wichtiges Kriterium für einen Sonnenschutz. Aber Achtung: Wasserfest bedeutet nicht "hält ewig". Laut EU-Norm gilt eine Sonnencreme als wasserfest, wenn nach zweimal 20 Minuten im Wasser noch mindestens 50 % des angegebenen Lichtschutzfaktors erhalten sind. Auch wasserfeste Produkte solltest du deshalb nach dem Schwimmen oder Abtrocknen neu auftragen, um den Schutz aufrechtzuerhalten.
Schweißresistenz
Schweiß ist eine weitere Herausforderung, besonders bei Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren oder Tennis. Eine schweißresistente Formulierung ist so konzipiert, dass sie länger auf der Haut verbleibt. Der Sonnenschutz sollte dann idealerweise nicht mit dem Schweiß “abfließen” oder in die Augen laufen. Wichtig: Anders als Wasserfestigkeit ist Schweißresistenz in der EU nicht normiert und Herstellerangaben dazu sind nicht einheitlich geprüft.
Breitbandschutz (UVA + UVB)
Breitbandschutz ist auch im Alltag Pflicht und somit auch beim Sport unverzichtbar. Der Lichtschutzfaktor (LSF oder SPF) beschreibt den Schutz vor UVB-Strahlung, die Strahlung, die vor allem für den Sonnenbrand verantwortlich ist. UVA-Strahlen hingegen können noch etwas tiefer in die Haut eindringen und sind unter anderem für Hautalterung und die Entstehung von Pigmentflecken verantwortlich. Achte daher bei Sonnencremes auf das UVA-Logo – ein Kreis mit dem Schriftzug „UVA". Der UVA-Kreis zeigt an, dass der UVA-Schutz in dem fraglichen Produkt mindestens 1/3 des SPF beträgt: Bei einem SPF 30 beträgt der UVA-Schutz also mindestens 10. Manche Hersteller geben inzwischen auch transparent Informationen zum UVA-Wert.
Hitzestau
Viele Sonnencremes enthalten Filmbildner, die einen schützenden Film auf der Haut ausbilden. Genau das macht sie wasserfest und schweißresistent. Doch das kann auf der Haut oftmals einen okklusiven Eindruck hinterlassen – also das Gefühl, dass die Sonnencreme schwer und merklich auf der Haut aufliegt. Hinzu kommt, dass viele UV-Filter fettlöslich sind und daher in einer öligen oder fetthaltigen Phase gelöst werden müssen. Sonnencreme ist also schon von Grund auf kein wässriges Produkt. Wird in der Formulierung nicht explizit dagegen angearbeitet, etwa durch Alkohol, leichte Lösungsmittel oder gezielte Emulsionstechnologie, empfinden wir das Produkt schnell als schwer, fettig oder klebrig. Was im Alltag noch tolerierbar ist, wird beim Sport schnell störend: Hitzestau unter der Creme, eingeschränkte Wärmeabgabe, übermäßiges Schwitzen. Sonnencremes, die explizit zur Anwendung beim Sport ausgelobt sind, enthalten daher oftmals Alkohol, um leichte Gels, Fluids oder Lotionen zu erhalten.