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Nahaufnahme einer strahlenden, dunkelhäutigen Frau mit geschlossenen Augen und einem breiten Lächeln, die ihre glatte, glänzende Haut berührt.

Hautbarriere: Schutzschild deiner Haut

Die Haut ist Vermittler zwischen Körper und Umwelt, prägt unser äußeres Erscheinungsbild und erfüllt komplexe Aufgaben. Eine gesunde Hautbarriere ist dabei essenziell – nicht nur aus kosmetischer Sicht, sondern auch für die Hautgesundheit. Warum der Schutz der Hautbarriere so wichtig ist und wie du sie gezielt stärken kannst, erfährst du hier.

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit der Biochemikerin Dr. Sarah Schunter aus München.

KURZ & KNAPP: HAUTBARRIERE

  • Aufbau: Besteht hauptsächlich aus Hornzellen (Korneozyten) und Barrierelipiden

  • Funktion: Schutz vor Feuchtigkeitsverlust, Keimen und Umwelteinflüssen

  • Anzeichen für eine Störung: Trockene, empfindliche, gereizte oder schuppige Haut

  • Pflegeempfehlung: Milde, pH-hautneutrale Produkte mit Barrierelipiden und Feuchthaltemitteln wie Ceramiden, Cholesterol, Fettsäuren und Glycerin

Aufbau der Haut

Der Aufbau der Haut ist schichtartig und komplex, was als Sinnbild für die zahlreichen Aufgaben gesehen werden kann, die die Haut erfüllt: Sie ist Sinnesorgan, Temperaturregulator, Wasserspeicher und schützt den Körper vor äußeren Einflüssen. Schichtweise aufgebaut, unterteilt sich die Haut in drei Hauptbereiche:

  • Epidermis (Oberhaut): Kontaktfläche zur Umwelt

  • Dermis (Lederhaut): Bindegewebsschicht mit Gefäßen und Nerven

  • Subkutis (Unterhautfettgewebe): Polster- und Energiespeicher

Im Kontakt zur Umwelt steht vor allem die Epidermis (Oberhaut). Diese besteht aus fünf Schichten, wobei vor allem die oberste Schicht – das Stratum corneum (Hornschicht) – für die Hautpflege besonders relevant ist. Sie bildet die äußerste Hülle und ist je nach Körperregion unterschiedlich dick.

Die Hornschicht wird oftmals mit dem Vergleich einer „Backsteinmauer“ beschrieben, bestehend aus:

  • Hornzellen (Ziegel) sorgen für Stabilität

  • Barrierelipide (Mörtel) dichten die Zwischenräume ab

Diese Struktur bildet die Hautbarriere – den ersten Schutzschild unserer Haut.

Die Hautbarriere als Schutzschild

Dem Backsteinmauer-artigen Aufbau der Hautbarriere ist es zu verdanken, dass diese einerseits stabil und andererseits wasserundurchlässig ist. Dabei liefern die Hornzellen die Stabilität und die Barrierelipide den Schutz vor übermäßiger Wasserverdunstung (transepidermaler Wasserverlust, TEWL).

Die Hautbarriere erfüllt zwei Hauptfunktionen:

  • Schutz vor TEWL

  • Schutz vor Schadstoffen, Keimen und Reizstoffen

Die Barrierelipide sind ein Gemisch aus Ceramiden, Cholesterol und freien Fettsäuren. Gemeinsam bilden sie eine Barriere gegen Wasser und wasserlösliche Substanzen. Dies bedeutet nicht nur, dass die Haut Wasser und somit ihren Feuchtigkeitsgehalt besser halten kann, auch liefert dies die Antwort darauf, weshalb vor allem fettlösliche Stoffe gut von der Haut aufgenommen werden. Wasserlösliche Substanzen hingegen verbleiben eher auf der Haut und versorgen sie dort mit Feuchtigkeit.

Intakte Hautbarriere = gesunde Haut

Eine intakte Hautbarriere bedeutet eine gesunde Haut, die äußeren Einflüssen gegenüber geschützt ist. Eine gestörte Hautbarriere ist anfällig gegenüber äußeren Faktoren und äußert sich in feuchtigkeitsarmer, sensibler und trockener Haut. Nicht selten reagiert sie sehr sensibel, rötet sich leicht oder zeigt vermehrt Unreinheiten. Daher sollte Hautpflege so gewählt werden, dass sie das Gleichgewicht dieser Barriere respektiert und nicht nachhaltig stört – denn die Hautbarriere ist der Sitz gesunder Haut.

Intakte Hautbarriere

  • Schutz vor äußeren Einflüssen

  • Regulierung des Wasserhaushalts

  • Erhalt eines gesunden Hautmikrobioms

Geschwächte Hautbarriere

  • Trockene, raue oder schuppige Haut

  • Spannungsgefühl nach der Reinigung

  • Rötungen, Reizungen und verstärkte Empfindlichkeit gegenüber Pflegeprodukten

  • Neigung zu Unreinheiten und Entzündungen

Ein typisches erstes Anzeichen einer beeinträchtigten Hautbarriere: Wenn die Haut nach der Reinigung spannt, deutet das auf einen Verlust von Barrierelipiden durch eine zu intensive Reinigung hin. Wähle daher ein Produkt, das deine Haut nach der Reinigung nicht gespannt anfühlen lässt.

Gestörte Hautbarriere: Ursachen, Anzeichen und Pflege

Häufigste Ursache einer geschwächten Hautbarriere sind Hauterkrankungen, die einem Ungleichgewicht von Hautkomponenten und/oder Barrierelipiden zugrunde liegen. Das Resultat ist eine gestörte Hautbarriere, typisch etwa bei Neurodermitis, Schuppenflechte oder auch Akne. Zum anderen lässt sich die Hautbarriere aber auch durch externe Faktoren nachhaltig schädigen. So ist vor allem die Reinigung der Haut und die Art der verwendeten Produkte ein entscheidender Faktor. Daher gilt bei der Reinigung die Devise: so gründlich wie nötig, so mild wie möglich.

Ursachen für eine gestörte Hautbarriere

  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Akne

  • Häufige Anwendung von alkalischen Seifen oder aggressiven Reinigungsmitteln

  • Umwelteinflüsse wie trockene Luft, Kälte oder Hitze

  • Hormonelle Schwankungen

  • Verwendung von Pflegeprodukten mit hohem pH-Wert

Durch diese Faktoren wird die Haut durchlässiger für Schadstoffe, verliert Feuchtigkeit schneller und kann ihre Schutzfunktion nicht mehr optimal erfüllen. Bei der Auswahl von deiner Hautpflege solltest du daher unter anderem auf reizarme, barrierestärkende und pH-hautneutrale Produkte achten.

Anzeichen einer gestörten Hautbarriere

  • Trockenheit und Spannungsgefühl – Die Haut wirkt rau, dehydriert und spannt, besonders nach dem Reinigen.

  • Rötungen und Reizungen – Es zeigen sich sichtbare Rötungen oder Irritationen, auch bei Kontakt mit milden Pflegeprodukten.

  • Schuppung und raue Hautstellen – Die Hautoberfläche kann sich schuppig, uneben oder fahl anfühlen und erscheinen.

  • Juckreiz oder Brennen – Häufige Beschwerden sind ein brennendes, stechendes oder juckendes Hautgefühl.

  • Erhöhte Empfindlichkeit – Die Haut reagiert überempfindlich auf äußere Einflüsse wie Wind, UV-Strahlung oder bestimmte Kosmetika.

  • Unreinheiten und Entzündungen – Trotz Trockenheit kann es zu Pickeln, Pusteln oder kleinen Entzündungen kommen.

  • Verstärkte Reaktion auf Säuren oder Wirkstoffe – Inhaltsstoffe wie Retinol, AHA/BHA oder Vitamin C werden schlechter vertragen als zuvor.

Hautbarriere stärken und regenerieren

Ein wichtiger Aspekt für eine intakte und gesunde Hautbarriere stellen die Barrierelipide dar. Wurde die Hautbarriere durch falsche oder mangelnde Pflege beeinträchtigt, kann dies zu einer chronischen Schädigung führen. Oftmals zeigen sich Ekzeme, Dermatosen oder sehr empfindliche, trockene und sensible Haut. Eine Anpassung der Hautpflege kann daher Linderung verschaffen:

Lipidgehalt erhöhen

Oftmals zeigen trockene und sensible Hautzustände ein Ungleichgewicht hinsichtlich ihres Lipidgehalts. Daher ist es sinnvoll, Pflegeprodukte zu verwenden, die Komponenten der Hautbarriere bereitstellen, wie etwa Fettsäuren, Cholesterol oder Ceramide. Vor allem Ceramide sind interessant, denn ein hoher Ceramidgehalt in der Haut ist ein Zeichen für eine gesunde, widerstandsfähige Barrierefunktion.

Hautphysiologie berücksichtigen

Die Haut besitzt einen leicht sauren pH-Wert von etwa 5,5. Pflegeprodukte sollten auf diesen Wert abgestimmt sein, um den Säureschutzmantel zu erhalten. Besonders gut verträglich sind pH-hautneutrale Produkte, die helfen, die Hautbarriere zu stabilisieren. Die Verwendung von Produkten mit hohen pH-Werten (echte Seife), stören den Säureschutzmantel und damit langfristig auch die Hautbarriere.

Feuchthaltemittel schützen vor Austrocknung

Eine geschwächte Hautbarriere verliert leichter Wasser, was zu Trockenheit und reduzierter Regenerationsfähigkeit führt. Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Glycerin, Hyaluronsäure, Urea oder Natürliche Feuchthaltefaktoren helfen, den Wassergehalt der Haut zu stabilisieren und die natürliche Heilung zu unterstützen.

Expert Tip

Eine barrierestabilisierende Pflege sollte sowohl fettlösliche als auch wasserlösliche Inhaltsstoffe enthalten, um die Bedürfnisse der Haut optimal zu adressieren.

  • Emulsionen, Lotionen und Cremes kombinieren beide Anteile.

  • Seren auf Wasserbasis oder reine Öle sollten immer eingebettet in eine vollständige Pflegeroutine verwendet werden.

Mit der richtigen Pflege lässt sich die Hautbarriere nachhaltig stärken – für eine gesunde, widerstandsfähige und strahlende Haut.

Eine Frau mit langen braunen Haaren, gekleidet in einen schwarzen Blazer und ein schwarzes Oberteil, lehnt lächelnd an einer weißen Wand.

Über die Autorin

Dr. Sarah Schunter, Biochemikerin

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Biochemikerin Dr. S. Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.

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