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Nahaufnahme von weißen Blütenblättern und grünen Blättern, die ein Gefühl von Reinheit und Frische vermitteln.

Monoi-Öl für die Haare

Das aus Tahiti stammende Monoi-Öl bringt nicht nur Urlaubsfeeling, sondern pflegt auch deine Haare. Hier erfährst du alles Wissenswerte über das traditionelle Pflegeöl. 

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit Friseur und Hairstylist Björn Hartung aus Düsseldorf.


Kurz & Knapp:

  • Monoi-Öl wird hergestellt, indem Tiaré-Blüten in Kokosöl mazeriert werden, wodurch es pflegende Wirkstoffe und Duft erhält.

  • Es verbindet feuchtigkeitsspendendes Kokosöl mit antioxidativen Inhaltsstoffen der Blüten, darunter Ferulasäure.

  • Ferulasäure schützt das Haar vor freien Radikalen, kann Spliss reduzieren und die Haarstruktur stärken

Monoi-Öl und Haare– Polynesische Tradition in der Haarpflege

In der Haar- und Hautpflege rücken immer wieder natürliche Inhaltsstoffe in den Fokus, die schon lange in anderen Kulturen verwendet werden. Dazu zählt auch Monoi-Öl, das traditionell auf Tahiti hergestellt wird und heute als pflegender Bestandteil moderner Beauty-Routinen geschätzt wird.

Seit Jahrhunderten wird es in Tahiti hergestellt und ist dort fester Bestandteil traditioneller Pflegegewohnheiten. Der Name „Monoi“ bedeutet übersetzt schlicht „duftendes Öl“, doch hinter dieser Schlichtheit verbirgt sich eine lange Geschichte, die fest mit der Tahitianischen Kultur verwoben ist. Denn der polynesischen Kultur gilt Monoi-Öl als heiliges Elixier. Es wird gewonnen, indem frische Blüten der Tiaré-Gardenie in hochwertigem Kokosöl mazeriert werden.

Mazerieren ist ein Begriff aus der Kosmetik sowie der Lebensmittel- und Pflanzenverarbeitung. Dabei werden feste Stoffe wie Blüten, Kräuter oder Früchte in einer Flüssigkeit wie Öl oder Alkohol eingelegt, damit ihre Wirkstoffe, Duftstoffe oder Aromen aufgenommen und übertragen werden. 

Im Falle von Monoi-Öl bedeutet Mazerieren, dass die Tiaré-Blüten in Kokosöl eingelegt werden. Dabei geben die Blüten ihre wertvollen Inhaltsstoffe, pflegenden Wirkstoffe und den charakteristischen Duft an das Öl ab, ohne dass die Blüten selbst chemisch verändert werden.

Diese traditionelle Herstellung verleiht dem Öl nicht nur seinen unvergleichlichen, betörenden Duft, sondern auch seine besondere Wirkkraft. Schon seit Generationen nutzen die Menschen Polynesiens es, um Haut und Haar vor den Einflüssen von Sonne, Wind und Meer zu schützen und ihnen gleichzeitig Glanz und Geschmeidigkeit zu schenken.

Monoiöl für die Haare: Das macht es so besonders

Kokosöl ist von Natur aus reich an Fettsäuren, die tief in die Haarstruktur eindringen und Feuchtigkeit binden. Doch erst die Verbindung mit den Tiaré-Blüten veredelt das Öl und macht es zu etwas Einzigartigem. Die Blüten verleihen dem Monoi-Öl nicht nur seinen ikonischen Duft, sondern auch zusätzliche antioxidative und beruhigende Eigenschaften. So wirkt es intensiver als reines Kokosöl. Während Kokosöl vor allem reich an gesättigten Fettsäuren ist, die das Haar tiefenwirksam mit Feuchtigkeit versorgen, enthält Monoi-Öl zusätzlich ferulasäurehaltige Extrakte aus der Tiaré-Blüte.

Ferulasäure ist ein starkes Antioxidans, das freie Radikale neutralisiert. Diese freien Radikale entstehen zum Beispiel durch UV-Strahlung, Umweltverschmutzung oder chemische Belastungen und können das Haar schädigen, zu Spliss führen und den Alterungsprozess von Haar und Kopfhaut beschleunigen. Durch die enthaltene Ferulasäure schützt Monoi-Öl das Haar also aktiv, wirkt antioxidativ, beruhigend und unterstützt die Langlebigkeit der Haarstruktur.

Step by Step: Monoi-Öl richtig anwenden

Monoi-Öl kann sich wie ein Schutzfilm um jedes Haar legen und es so vor dem Austrocknen bewahren. Es kann intensive Feuchtigkeit spenden, die Haaroberfläche glätten und auch strapaziertes oder durch Sonne beanspruchtes Haar wieder geschmeidig machen. Auch gegen Spliss kann es eingesetzt werden. Besonders in den Sommermonaten wird das Monoi-Öl geschätzt, da es das Haar vor den Einflüssen von Salz- und Chlorwasser schützen kann. Es ersetzt jedoch keinen richtigen Sonnenschutz für´s Haar!

  1. Flasche erwärmen: Reines Monoi-Öl ist, wie auch Kokosnussöl fest bei Raumtemperatur, daher musst du ihm Wärme zuführen, um es wieder flüssig werden zu lassen. Halte die Flasche Monoi-Öl kurz unter heißes Wasser, so verändert es seinen Aggregatzustand und lässt es sich später leichter in die Haare einarbeiten.

  2. Pre-Pflege auftragen: Verteile das Öl großzügig in deinem trockenen oder leicht feuchten Haar, noch bevor du es wäschst. Es kann auch auf der Kopfhaut angewendet werden, um zusätzlich zu pflegen.

  3. Einmassieren: Massiere das Öl gründlich vom Ansatz bis in die Spitzen ein. Lass es etwa 30 Minuten einwirken, damit dein Haar die pflegenden Inhaltsstoffe optimal aufnehmen kann. Auch für deine Kopfhaut ist das Monoi-Öl eine Wohltat. Massiere es gut ein, dann bekommt deine Kopfhaut zusätzlich noch eine anregende Kopfmassage.

  4. Auswaschen: Wasche deine Haare danach gründlich mit Shampoo aus. Bei Bedarf kannst du anschließend einen Conditioner verwenden, um zusätzliche Geschmeidigkeit zu erhalten.

"Im Kosmetikbereich spricht man häufig von der humektanten und der okklusiven Wirkung von Inhaltsstoffen. Humektanten wie Glycerin oder Aloe Vera ziehen aktiv Feuchtigkeit aus der Luft ins Haar oder auf die Haut und sorgen so für einen frischen, gepflegten Effekt. Okklusive Substanzen wie Mineralöl oder Shea Butter hingegen bilden eine Art Schutzfilm, der verhindert, dass bereits vorhandene Feuchtigkeit entweicht. Besonders spannend ist die Wirkung von Kokosöl, die je nach Luftfeuchtigkeit variieren kann. Bei hoher Luftfeuchtigkeit wirkt es eher feuchtigkeitsspendend, weil es die Feuchtigkeit einschließt, während es bei sehr trockener Luft sogar Feuchtigkeit entziehen kann, da das Öl selbst keine Feuchtigkeit bindet und durch seine Barrierewirkung den Austausch blockiert. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von Feuchtigkeitsdynamik oder dem hygroskopischen Verhalten von Ölen. Kurz gesagt: Genau dieses Verhalten erklärt, warum Kokosöl in Polynesien so tief hydratisierend wirkt, bei uns jedoch je nach Jahreszeit auch austrocknend sein kann."

- Björn Hartung, Douglas Haircare Experte

Ein Mann mit Brille, Schnurrbart und grauem Hemd mit gekreuzten Armen, der selbstbewusst in die Kamera blickt.

Unser Haircare Experte

Björn Hartung, Friseur und Hairstylist

Björn bringt über 25 Jahre Erfahrung in Cut, Color und Care mit. In seinem Düsseldorfer Salon „Stresemann“ stylt, färbt und schneidet er seit mehr als 17 Jahren. Er schenkt seinen Kund*innen nicht nur neue Looks, sondern auch ein neues Lebensgefühl. Haircare ist seine Leidenschaft: Was einst als klassisches Handwerk begann, wurde zu einer Berufung, die weit über Schere und Föhn hinausgeht. Neben seinem Beruf unterstützt er Menschen als Breathwork-Experte dabei, ihre innere Balance zu finden.

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