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Nahaufnahme eines weißen Cremestrichs mit einem klaren, gelblichen Öltröpfchen darauf und einem kleineren Tröpfchen daneben, das die Textur und Konsistenz der Produkte hervorhebt.

Skincare-Wirkstoffe kombinieren – Das sind die besten Kombinationen

Die Kombination von Wirkstoffen kann die Effektivität deiner Hautpflege erheblich steigern – aber auch das Gegenteil bewirken, wenn Wirkstoffe nicht harmonieren. Welche Inhaltsstoffe sich gut ergänzen und weshalb manche Kombinationen weniger sinnvoll sind, erfährst du hier.

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit der Biochemikerin Dr. Sarah Schunter aus München.

KURZ & KNAPP: WIRKSTOFFE KOMBINIEREN

  • Durch die Kombination von Wirkstoffen kannst du die Effektivität deiner Hautpflege steigern und gezielt Hautbedürfnisse adressieren

  • Fast alle Inhaltsstoffe können miteinander kombiniert werden

  • Integriere neue Wirkstoffe schrittweise in die Routine

  • Kombiniere nicht zu viele potente Wirkstoffe auf einmal, trenne beispielsweise nach Morgen- und Abendroutine

Warum ist die Kombination von Wirkstoffen wichtig?

Einzelne Inhaltsstoffe haben für sich genommen oft schon beeindruckende Effekte – sei es Feuchtigkeit spenden, Pigmentflecken aufhellen oder Falten reduzieren. Doch oft können die Pflegeeffekte durch die Kombination von Wirkstoffen teilweise noch gesteigert werden. Zudem erlaubt das Kombinieren von Wirkstoffen die Optimierung deiner Hautpflege und ermöglicht es, gezielt auf individuelle Hautbedürfnisse einzugehen.

Die Vorteile von Wirkstoff-Kombinationen sind unter anderem:

Die Effektivität steigern

Bestimmte Wirkstoffe ergänzen sich in ihrer Wirkung oder verstärken sich gegenseitig (Synergie). Vor allem für sensible Haut, die schnell auf hohe Wirkstoffkombinationen reagieren kann, ist das von Vorteil. Denn wenn Inhaltsstoffe synergistisch wirken, können geringere Wirkstoffkonzentrationen zum Einsatz kommen, die dennoch gute Effekte erzielen.

Hautirritationen vorbeugen

Manche Wirkstoffe, wie Retinol oder Fruchtsäuren (AHA/BHA), haben das Potenzial die Haut zu reizen oder auszutrocknen. Kombiniert man sie mit beruhigenden oder feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen wie Bisabolol, Allantoin oder Ectoin, lässt sich die Verträglichkeit verbessern.

Hautprobleme gezielt reduzieren

Bei der Behandlung und Pflege bestimmter Hautprobleme, gibt es meist mehr als nur ein Pflegebedürfnis. So ist beispielsweise bei Akne die Kombination aus entzündungshemmenden, talgregulierenden und antibakteriellen Inhaltsstoffen sinnvoll.

Den Hautalterungsprozess verlangsamen

Anti-Aging-Routinen profitieren oft von der Kombination verschiedener Inhaltsstoffe, die auf unterschiedliche Hautalterungsmechanismen wirken. Peptide fördern beispielsweise die Kollagenproduktion, während Antioxidantien wie Vitamin C freie Radikale neutralisieren und so lichtbedingter Hautalterung entgegenwirken.

Welche Wirkstoffe harmonieren besonders gut?

Es gibt unzählige Wirkstoffkombinationen, die sich vorteilhaft auf die Haut auswirken können. Aus diesem Grund werden entsprechende Kombinationen oftmals in Cremes oder Seren standardmäßig eingesetzt, ohne dass du explizit darauf achten musst. Alle Kombinationen aufzuzählen ist vermutlich kaum möglich, trotzdem stellen wir dir hier ein paar echte Power-Duos vor:

Entdecken Sie, wie Sie Hautpflege-Wirkstoffe kombinieren können, um Ihre Haut optimal zu pflegen, mit Vitamin C und Sonnenschutz für verstärkten UV-Schutz.
Dream-Teams: Einige Inhaltsstoffe unterstützen sich gegenseitig in ihrer Wirkung

Vitamin C + Sonnenschutz

  • Verstärkt den UV-Schutz und wirkt gegen Pigmentflecken

  • Vermindert die Entstehung freier Radikale und schützt die Haut vor vorzeitiger Hautalterung

  • Ideal für die morgendliche Skincareroutine

Retinol + Peptide

  • Regt die Kollagen- und Elastinproduktion an für straffere Haut

  • Unterstützt die Hautregeneration

  • Mindert Zeichen der Hautalterung

Zink + Niacinamid

  • Beruhigt irritierte und entzündete Haut

  • Reguliert die Talgproduktion

  • Ideal bei Akne oder unreiner Haut

Hyaluronsäure + Ceramide

  • Spendet intensiv Feuchtigkeit und stärkt die Hautbarriere

  • Schützt vor Feuchtigkeitsverlust und beruhigt sensible Haut

  • Ideal für trockene, empfindliche oder reife Haut

Ferulasäure + Vitamin C

  • Starker Antioxidantien-Cocktail gegen Hautalterung

  • Neutralisiert freie Radikale und schützt vor UV-Schäden

  • Ferulasäure stabilisiert Vitamin C und verstärkt dessen antioxidative Wirkung zusätzlich (Synergie)

Tranexamsäure + Alpha-Arbutin

  • Mildert Pigmentflecken und sorgt für einen gleichmäßigen Hautton

  • Sanfte Alternative zu stärkeren Aufhellern

  • Kann die Melaninproduktion reduzieren

Welche Inhaltsstoffe nicht kombinieren?

Sicher hast du es auch schon mal gehört: Niacinamide und Vitamin C auf keinen Fall kombinieren, auch die Kombination von Retinol und AHA wird oftmals als problematisch beschrieben. Doch tatsächlich gibt es in der Hautpflege keine wirklich „verbotenen“ Kombinationen – nahezu alle Wirkstoffe lassen sich miteinander kombinieren, wenn es richtig gemacht wird. Viele Empfehlungen, bestimmte Inhaltsstoffe nicht zusammen zu verwenden, basieren auf theoretischen Überlegungen oder Szenarien, die im normalen Hautpflegealltag kaum eine Rolle spielen. In der Praxis hängt die Verträglichkeit einer Kombination von mehreren Faktoren ab, wie der Formulierung des Produkts, der individuellen Hautverträglichkeit und der Anwendung.

Worauf du bei der Kombination von Wirkstoffen achten solltest

  • Reaktionen der Haut individuell beobachten – Während einige Wirkstoffe potenziell irritierend sein können (etwa Retinol oder Fruchtsäuren), heißt das nicht, dass sie nicht kombiniert werden dürfen. Vielmehr kommt es darauf an, wie oft und in welcher Konzentration sie angewendet werden. Nutze Retinol und Fruchtsäuren idealerweise an unterschiedlichen Tagen, um deine Haut nicht mit zu vielen potenten Wirkstoffen auf einmal zu konfrontieren.

  • Nicht alle Wirkstoffe müssen gleichzeitig aufgetragen werden – Oftmals gewinnst du vielleicht den Eindruck viele Stoffe gemeinsam auftragen zu müssen. Aber das ist nicht nötig. Manche Stoffe passen allein aufgrund ihres Wirkspektrums besser in die Morgenroutine (Vitamin C, Antioxidantien, Peptide), während andere in der Abendroutine Sinn ergeben (Retinol, regenerierende Wirkstoffe).

  • Die Haut langsam an Wirkstoffe heranführen – Wer mehrere aktive Wirkstoffe in die Routine integrieren möchte, sollte sie schrittweise einführen, um die Haut nicht zu überfordern. So kann nach und nach eine Toleranz aufgebaut werden und du verstehst, welche Bedürfnisse deine Haut hat.

Unvorteilhafte Wirkstoffkombinationen

Auch wenn es keine „verbotenen“ Wirkstoffkombinationen gibt, gibt es einige Paarungen, bei denen es sinnvoll ist, sie mit Bedacht anzuwenden. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Kombinationen per se „schlecht“ sind. Manche Wirkstoffe können sich aber theoretisch gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen oder in hohen Konzentrationen die Hautbarriere überfordern:

  • Stark exfolierende Säuren (AHA/BHA) können in Kombination mit Retinol die Haut empfindlicher machen – daher Säuren und Retinol idealerweise an unterschiedlichen Tagen nutzen.

  • Benzoylperoxid kann Retinol oxidieren und so in seiner Wirksamkeit beeinflussen – eine Kombination, die in Pflegekosmetik jedoch eher selten vorkommt und lediglich bei direkter Kombination der Einzelprodukte mit dem jeweiligen aktiven Inhaltsstoff beachtet werden sollte.

  • Auch Vitamin C und Niacinamid funktionieren gemeinsam gut, auch wenn oft das Schreckgespenst des “Niacinamid-Flush” kursiert. Doch tatsächlich muss ein Flush schon fast aktiv provoziert werden. Wenn du aber darauf achtest, ein hochkonzentriertes Niacinamid-Serum nicht direkt mit einem sauren, ebenfalls sehr hochkonzentriertem Vitamin C Serum zu mischen, gibt es keinen Grund zur Sorge. In Produkten, die Niacinamid und Vitamin C hingegeben gemeinsam kombinieren, ermöglicht die entsprechende Formulierung einen hautschonenden und verträglichen Einsatz.

Lass dich nicht von vermeintlich „falschen“ Kombinationen verunsichern. Es lohnt sich, die eigenen Hautreaktionen zu beobachten und eine auf deine individuellen Bedürfnisse abgestimmte Routine zu entwickeln. Die richtige Kombination von Wirkstoffen hängt nicht von starren Regeln ab, sondern davon, was die Haut gut verträgt und welche Ziele du mit der Pflege erreichen möchtest.

Zudem ist wichtig zu betonen, dass die meisten Kombinationen in der Praxis oftmals ohnehin nicht auftreten – schlichtweg, weil sie den logischen Prinzipien einer ausgewogenen und reizarmen Pflegeroutine widersprechen.

Wie integrierst du mehrere Wirkstoffe in deine Routine?

Damit Inhaltsstoffe optimal zusammenwirken, kommt es nicht nur auf die richtige Kombination an, sondern auch darauf, wie du sie in deine Routine integrierst. Die Reihenfolge der Anwendung, die Aufteilung in Morgen- und Abendpflege sowie das schrittweise Einschleichen neuer Produkte spielen eine wichtige Rolle. Folgende Hinweise können eine Hilfestellung bieten:

Schichte deine Produkte richtig

  • Leichte, wasserbasierte Seren zuerst

  • Reichhaltigere, ölige Produkte danach

  • Sonnenschutz immer als letzter Schritt morgens, vor allem dann, wenn du Retinol oder peelende Inhaltsstoffe anwendest

Teile die Wirkstoffe in Morgen- und Abendroutine auf

  • Morgens eigen sich vor allem Antioxidantien (Vitamin C, Resveratrol, Ferulasäure), Feuchtigkeit (Hyaluron, Glycerin, Natürliche Feuchthaltefaktoren, Peptide) und Sonnenschutz

  • Abends sind hauterneuernde regenerierende Stoffe sinnvoll: Retinol, Bakuchiol, chemische Peelings (AHA/BHA), Ceramide oder Phospholipide

Teste neue Kombinationen schrittweise

  • Baue deine Routine schrittweise aus und integriere immer nur ein neues Produkt, beziehungsweise einen neuen Wirkstoff auf einmal.

  • Gib der Haut 3-4 Tage Zeit, bis du mit dem nächsten Wirkstoff weitermachst.

  • Vermeide eine Überpflege der Haut – zu viele aktive Wirkstoffe können bei empfindlicher Haut zu Irritationen führen.

Eine Frau mit langen braunen Haaren, gekleidet in einen schwarzen Blazer und ein schwarzes Oberteil, lehnt lächelnd an einer weißen Wand.

Über die Autorin

Dr. Sarah Schunter, Biochemikerin

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Biochemikerin Dr. S. Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.

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