Damit der Effekt beim Volumen föhnen optimal gelingt, lohnt es sich, auf die passenden Helfer zu setzen. Ein hochwertiger Haartrockner mit regulierbarer Hitze, kräftigem Luftstrom und Cool Shot Funktion ist eine Grundvoraussetzung. Rundbürsten aus Keramik oder Naturhaar sorgen für Spannung und Glanz in den Längen. Für Locken oder Wellen empfiehlt sich ein Diffuser, der die Struktur unterstützt, ohne sie zu zerstören. Produkte wie Hitzeschutzsprays, leichte Volumenmousses, Root Lifter oder ein feines Haarspray runden die Routine ab. Wichtig ist dabei, Produkte so einzusetzen, dass das Haar nicht beschwert wird, sondern federnd bleibt.
Bevor du mit dem eigentlichen Volumen föhnen beginnst, sollten die Haare sorgfältig vorbereitet werden. Waschen dein Haar mit einem Volumen-Shampoo und verwende einen leichten Conditioner, der das Haar nicht beschwert. Anschließend gut handtuchtrocknen. Den Conditioner solltest du ausschließlich in die Längen zu geben. Der Ansatz bleibt frei, damit er nicht an Fülle verliert. Die Haare anschließend vorsichtig mit dem Handtuch ausdrücken, ein gleichmäßig verteiltes Hitzeschutzspray auftragen und eine angemessene Menge Volumenmousse oder Root Lifter einarbeiten. Mit den Fingern oder einem grobzinkigen Kamm wird das Produkt verteilt, sodass das Haar optimal für das Styling vorbereitet ist.
Abteilen des Deckhaars: Mit einem Stielkamm das Haar am Oberkopf wie einen Mohawk abteilen, also eine längliche Sektion von der Stirn bis zum Hinterkopf separieren. Die Seiten und den Nacken zunächst wegklipsen..
Das Haar strukturieren: Teile das Haar in mehrere Partien auf, typischerweise in Nacken, Seiten und Oberkopf. Ein gutes Sectioning ermöglicht ein kontrolliertes, präzises Arbeiten.
Erstes Passé am Oberkopf: Ein Haarpartie aus dem Mohawk-Bereich abteilen, es über die Rundbürste legen und vom Ansatz bis in die Längen mit dem Föhn bearbeiten. Die Luftführung immer von oben nach unten ausrichten, um die Schuppenschicht zu glätten.
In Form auskühlen lassen: Die noch warme Haarsträhne in der Bürste eingerollt lassen oder wie eine Haarrolle eindrehen und mit Clips fixieren. Das Haar sollte in dieser Position vollständig abkühlen, damit das Volumen stabil bleibt.
Oberkopf komplett bearbeiten: Haarsträhne für Haarsträhne auf dieselbe Weise am gesamten Oberkopf durcharbeiten. So erhält der Bereich mit dem meisten Volumenbedarf die längste Auskühlzeit, dies kann bis zu 30 Min dauern.
Seiten föhnen: Im Anschluss die Seitenpartien lösen, ebenfalls in einzelne Partien unterteilen und über die Rundbürste föhnen. Je nach Wunsch kann man hier mehr Stand am Ansatz oder mehr Schwung in den Längen erzeugen.
Nackenbereich föhnen: Zum Schluss den Nacken bearbeiten. Hier reicht meist ein glattes Föhnen mit leichtem Ansatzlift, da in diesem Bereich nur begrenzt Volumen sichtbar wird. Auch beim eigenen Föhnen ist es sinnvoll, am Oberkopf zu beginnen, weil man den anstrengendsten Teil zuerst erledigt, bevor die Arme müde werden. Da im Nacken ohnehin wenig Volumen aufgebaut werden kann, ist es unproblematisch, wenn dort am Ende weniger Kraft übrig ist.
Clips und Bürsten entfernen: Wenn alle Partien vollständig ausgekühlt sind, Clips und Bürsten vorsichtig lösen und die Haare mit den Fingern oder einer grobzinkigen Bürste in Form bringen, ohne das Volumen wieder herauszuziehen.
Das Finish: Lockere das Haar leicht mit deinen Fingern auf. Ein leichter Sprühnebel aus flexiblem Haarspray sorgt dafür, dass das neu geschaffene Volumen den ganzen Tag hält. Wer zusätzliche Textur wünscht, kann ein fein dosiertes Trockenshampoo am Ansatz auftragen.
Wer es besonders eilig hat, erzielt auch durch kurzes Föhnen mit geneigtem Kopf ein schnelles Volumen-Upgrade. Für lockiges Haar empfiehlt sich der Diffuser, der mit sanftem Druck und niedriger Hitze ein naturlockiges Volumen schafft. Wer ein noch definierteres Ergebnis möchte, kann gezielt einzelne Partien mit kleineren Bürsten akzentuieren.