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Sonnencreme von Clinique, Lancaster und Annemarie Börlind liegen auf einem beigen Strandtuch im Sand und bieten hohen Schutz mit LSF 30 und 20.

Sonnencreme-Flecken entfernen: So geht's

Schon wieder ein weißes Top mit Sonnencreme ruiniert? Oft siehst du die gelblichen Flecken erst, nachdem du dein Kleidungsstück gewaschen hast – doch dann ist es meist schon zu spät: Sonnencreme-Flecken solltest du noch vor der Wäsche behandeln. Wie du die hartnäckigen Flecken wieder los wirst und in Zukunft vermeidest, verraten wir dir im Text.

Kurz & knapp

  • Sonnencreme-Flecken auf der Kleidung können – je nach Zusammensetzung der Creme – gelblich, weiß oder fettig glänzend sein.

  • Gelbliche Flecken entstehen durch die Reaktion des chemischen UV-Filters Avobenzon mit Mineralien aus dem Wasser, weiße Flecken durch mineralische Filter wie Zinkoxid oder Titanoxid.

  • Du kannst die Flecken mit Zitronensäure und Sonnenlicht, Essig,Backpulver, Natron, Spülmittel oder Gallseife vorbehandeln – am besten solange sie noch nicht eingetrocknet sind.

  • Hitze kann die Flecken im Stoff fixieren: Wasche die Fleckenwäsche deshalb kalt bei maximal 30 Grad und verzichte auf Trockner und Bügeleisen.

  • Um Sonnencreme-Flecken zu vermeiden, solltest du die Sonnenschutzmittel mindestens 20 Minuten einziehen lassen und an Strand & Co lieber keine super hellen Stoffe tragen.

So entfernst du Sonnencreme-Flecken mit Hausmitteln

Der tägliche Sonnenschutz ist mega wichtig und du solltest diesen Schritt deiner täglichen Skincare-Routine nie auslassen. Bei Sonnencreme für das Gesicht ist die Gefahr Flecken auf der Kleidung zu hinterlassen auch eher gering – herausfordernder ist die Anwendung von Sonnencreme für den Körper.

Denn hier kommt das Produkt in Kontakt mit der Kleidung und bestimmte Sonnenschutzmittel können gelbliche Flecken auf weißen und sehr hellen Textilien hinterlassen. Andere Cremes können unschöne weiße oder fettig glänzende Flecken verursachen.

Die Chancen, Sonnencreme-Flecken aus deiner Kleidung, Strandtüchern & Co komplett zu entfernen sind höher, je schneller du mit der Fleckenentfernung beginnst. Bereits eingetrocknete Flecken sind schwerer zu entfernen.

Beginne also sofort nach dem Kontakt mit dem Stoff, die Sonnencreme (falls möglich) mit einem stumpfen Gegenstand vorsichtig von der Oberfläche abzukratzen. Danach startet die eigentliche Reinigung, die sich immer aus einer Vorbehandlung und einem kalten Waschmaschinen-Waschgang bei maximal 30 Grad zusammensetzt.

Auch wenn die Sonnencreme-Flecken super hartnäckig erscheinen, kannst du sie mit der Vorbehandlung mit bestimmten Hausmitteln wieder loswerden. Wir haben diese Methoden mit steigender Reinigungs-Intensität für dich aufgelistet:

  • Zitronensäure & Sonne: Dieser Tipp ist wirklich nur für weiße oder sehr helle Kleidung gedacht, da er eine bleichende Wirkung hat. Mische dir eine Waschlauge aus zehn Gramm Zitronensäure-Pulver und einem Liter Wasser und weiche deine Kleidung für eine Stunde darin ein.
    Lege oder hänge das verfärbte Kleidungsstück anschließend für zwei Stunden in die Sonne. Durch das Zusammenspiel von UV-Strahlung und Zitronensäure kann ein minimaler Bleichungs-Effekt eintreten, der die Flecken verschwinden lässt. Anschließend kannst du die Kleidung bei maximal 30 Grad waschen.

  • Essig: Essigessenz hat eine etwas stärkere Bleichwirkung als die Zitronensäure und ist daher ebenfalls nur für weiße oder sehr helle Kleidung geeignet. Möchtest du Essig als natürlichen Fleckenentferner verwenden, solltest du ihn im Verhältnis eins zu fünf verdünnen: Ein Teil Essigessenz, fünf Teile Wasser.
    Weiche deine Kleidung anschließend für eine Stunde in der Lauge ein und gib sie danach mit maximal 30 Grad in die Waschmaschine.

  • Backpulver oder Natron: Das Allroundtalent Backpulver kann auch Sonnencreme-Flecken auf weißer oder sehr heller Kleidung verblassen lassen, genau wie Natron. Da beide Pulver eine bleichende Wirkung haben, bitte ebenfalls nicht auf farbiger oder dunkler Kleidung anwenden.
    Weiche die entsprechende Stelle mit Wasser ein und streue dann Backpulver oder Natron drauf, bis der Fleck komplett bedeckt ist. Lasse das Pulver für 30 Minuten einwirken und wasche dein Kleidungsstück danach bei maximal 30 Grad.

  • Spülmittel: Spülmittel kann Fett lösen und helfenSonnencreme-Reste, die ölige und fettige Pflegestoffe enthalten, aus deiner Kleidung zu entfernen. Gib zur Vorbehandlung der Fettflecken etwas Spülmittel auf den frischen Fleck, reibe es vorsichtig ein und lass das Mittel einige Minuten einwirken. Gib dein Kleidungsstück anschließend bei maximal 30 Grad in die Waschmaschine.

  • Gallseife: Wenn keines der genannten Hausmittel hilft, kann meistens Gallseife für reine Stoffe sorgen. Ihre natürlichen Enzyme und Tenside können die Sonnenschutzmittel aus Textilien lösen.
    Am einfachsten ist es, flüssige Gallseife zu verwenden. Feuchte dazu den befleckten Stoff mit lauwarmem Wasser an und tropfe etwas Gallseife darauf. Feste Gallseife reibst du direkt auf den angefeuchteten Fleck.
    Anschließend verwendest du eine weiche Bürste oder ein Mikrofasertuch, um die Seife etwas einzuarbeiten. Lass die Seife – je nach Fleck – für 10 bis 30 Minuten einwirken, bevor du deine Kleidung in die Waschmaschine gibst und sie bei maximal 30 Grad wäschst.

Wichtig: Die Tipps gelten nicht für Wolle oder Seide. Um Sonnencreme-Flecken aus empfindlichen Textilien zu entfernen, solltest du einen speziellen Fleckenentferner verwenden oder eine Reinigung aufsuchen.

Fleckenentferner: So wendest du ihn richtig an

Helfen all die genannten Hausmittel-Tipps nichts, stehen dir natürlich auch spezielle Fleckenentferner zur Behandlung deiner Sonnencreme-Patzer zur Verfügung. Gerade bei empfindlicheren Textilien wie Wolle, Seide oder synthetischen Stoffen mit empfindlicher Färbung sind entsprechende gebrauchsfertige Fleckenentferner zur Vorbehandlung sinnvoll.

So geht's: Gib den Fleckenentferner direkt auf den Fleck und lasse ihn nach Zeitangabe auf der Packungsbeilage einwirken, meist sind das etwa zehn Minuten. Anschließend wäschst du die Kleidung mit Flüssigwaschmittel bei maximal 30°.

Häufige Fehler beim Entfernen von Sonnencreme-Flecken

Wirst du bei Sonnencreme-Flecken auch schnell panisch, reibst sie wie wild oder wäschst sie super heiß – in der Hoffnung, dass mehr auch mehr hilft? Bei Sonnencreme-Flecken ist das leider meist genau andersherum.

Möchtest du Sonnencreme-Flecken entfernen, gilt es folgende Fehler zu vermeiden:

  • Zu langes Warten: Bei Sonnencreme-Flecken zählt jede Minute, je schneller du den Fleck entfernst, desto größer sind die Chancen auf komplette Reinheit. Das Flecken-Shirt also nicht im Wäschekorb in Vergessenheit geraten lassen, sondern es behandeln, solange der Fleck noch feucht ist. Du bist gerade im Urlaub? Dann kannst du den Fleck zumindest schon mit Zitronensaft und Sonnenlicht oder Spülmittel vorbehandeln – bis du das Kleidungsstück zuhause in die Waschmaschine stecken kannst.

  • Zu starkes Reiben: Je stärker du reibst, desto tiefer presst du die Sonnencreme ins Gewebe. Besser: Mit einem stumpfen Gegenstand, zum Beispiel mit einem Löffel, abkratzen und die Reste vorsichtig mit einem Küchenkrepp aufsaugen.

  • Keine Vorbehandlung: Gleich in die Waschmaschine mit dem Kleidungsstück? Keine gute Idee. Was anfänglich hellgelb erscheint, kommt dann nach der Wäsche dann meist als richtig gelber Fleck heraus. Deshalb ist es besser, die Sonnencreme-Patzer bereits vor der Maschinenwäsche zu behandeln. Wie das geht, liest du im vorherigen Paragraphen.

  • Zu hohe Waschtemperaturen: Waschtemperaturen über 30 Grad können Fette und bestimmte chemische UV-Filter (z.B. Avobenzon) im Gewebe fixieren – so dass du sie gar nicht mehr entfernen kannst. Damit das nicht passiert, kalt bei 20 oder maximal 30 Grad waschen.

  • Die Verwendung von Bleichmitteln: Klingt verlockend. Sind aber chemische UV-Filter wie Avobenzon schuld an den Flecken, kann vor allem Chlorbleiche mit diesen Substanzen reagieren und die Flecken verschlimmern.

  • Die Verwendung von Pulver-Waschmittel: Sonnencreme-Flecken wäschst du in der Maschine am besten mit flüssigem Vollwaschmittel. Pulverwaschmittel kann die Flecken nicht effektiv genug entfernen.

  • Trocknung im Trockner: Auch der Trockner arbeitet mit hohen Temperaturen, die den Fleck noch stärker in den Stoff einbrennen können. Deshalb mit deinem Kleidungsstück erst in den Trockner, wenn du den Fleck bereits vollständig entfernt hast.

  • Bügeln: Auch die Hitze des Bügeleisens kann den Fleck oder Fleckenreste in den Stoff einbrennen. Immer erst bügeln, wenn der Fleck auch wirklich entfernt wurde.

Sonnencreme-Flecken auf der Kleidung vermeiden

Natürlich muss es mit den Flecken auch gar nicht erst so weit kommen. Wenn du die folgenden Punkte bei deiner nächsten Sonnencreme-Session beachtest, kannst du die Flecken gut verhindern:

  • Einziehen lassen: Der wohl beste Tipp, um Sonnencreme-Flecken zu verhindern, lautet, die Creme komplett einziehen zu lassen – und das dauert etwa 20 Minuten. Am besten schnelleinziehende, fettfreie Texturen verwenden, etwa Sonnenschutzgel – meist steht dann "schnell einziehend" auf der Packung. Anschließend lieber lockere Kleidung, wie ein Kleid oder eine Tunika tragen, wenn du an den Strand gehst.

  • Hände waschen: Viele Flecken entstehen über die Hände, mit denen du nach dem Eincremen anfasst, was du anziehen möchtest. Als Zwischenschritt vor dem Anziehen deshalb das Händewaschen einbauen.

  • Dunkle Stoffe tragen: Auch wenn die Hitze nach hellen, leichten Stoffen verlangt, solltest du dir nach der Verwendung von Sonnencreme weiße Kleidchen & Co für abends aufheben und an Strand und Pool nicht ganz so helle oder gemusterte Stoffe tragen. Hier fallen die Flecken nicht so auf.

  • Die richtigen Sonnenschutzmittel verwenden: Bestimmte Sonnencremes hinterlassen keine Flecken auf der Kleidung – meist steht das auf der Verpackung. Welche Sonnenschutzmittel welche Flecken hinterlassen, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Infobox: So entstehen Sonnencreme-Flecken auf der Kleidung

Wenn du Sonnencreme-Flecken entfernen möchtest, hilft es, das Entstehen der lästigen Verfärbungen zu verstehen. Und das hängt immer mit den Inhaltsstoffen deiner Creme zusammen:

  • Chemische Filter: Vor allem Sonnencremes mit dem chemischen UVA-Filter Avobenzon – auf der Inci-Liste als Butyl Methoxydibenzoylmethane gekennzeichnet – können Flecken hinterlassen. Der Grund: Der chemische Filter kann mit Mineralien, wie etwas Eisen (aus Pool- oder Leitungswasser) reagieren und dadurch gelbliche, orangene oder sogar braune Flecken verursachen.
    Das falsche Waschen in der Waschmaschine (ohne Vorbehandlung) kann diese Reaktion dann noch verstärken, besonders wenn das Wassersehr kalkhaltig ist. Oft erkennst du das Ausmaß der Flecken dann erst nach der Wäsche.

  • Fette und Öle: Flecken-Verursacher sind außerdem alle Sonnenschutzmittel mit einem hohen Anteil an Ölen, Silikonen, Fetten oder Wachsen. Diese Flecken sind farblos, glänzen aber unschön.

  • Mineralische Filter: Auch mineralische UV-Filter, wie Titanoxid oder Zinkoxid, können weiße Flecken auf der Kleidung hinterlassen – du findest sie vor allem in Naturkosmetik oder in Sonnenschutzmitteln für Kinder oder Babies.

  • Hitze und UV-Strahlung: Egal ob von der Sonne oder von heißen Wasch- oder Trockner-Temperaturen: Wärme kann Sonnencreme-Flecken verstärken – sie sogar regelrecht in den Stoff einbrennen. Denn: Sie kann Fett noch tiefer ins Gewebe drücken und chemische Reaktionen beschleunigen.

Porträt einer Frau mit blondem, gewelltem Haar, die einen schwarzen Pullover trägt und die Arme vor einer weißen Wand verschränkt hat.

Über die Autorin

Anne Wüstmann, freie Beauty-Redakteurin

Die freie Autorin schreibt seit Jahren für renommierte Lifestyle-Magazine. Sie widmet sich dabei leidenschaftlich den Themen Beauty, Ernährung, Gesundheit und Sport. Zu ihren persönlichen Beauty-Favoriten zählen ein guter Highlighter, frischer Selleriesaft und Pilates.