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Über LSF, SPF, UV-Strahlung, Anti-Aging

Täglicher Sonnenschutz fürs Gesicht

Sonnencreme schützt vor Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung. Und das ist nur einer der Gründe, warum eine Sonnencreme Teil deiner täglichen Hautpflegeroutine sein sollte. Lies hier mehr über UV-Strahlung, LSF und den richtigen Sonnenschutz.

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit der Biochemikerin Dr. Sarah Schunter aus München.

Photoaging: wie Sonnenlicht die Haut altern lässt

Die Alterung der Haut ist ein normaler biologischer Prozess, der vor allem durch unsere Gene bestimmt ist (intrinsische Faktoren). Am genetisch festgelegten Verlauf der Hautalterung können wir kaum etwas ändern.

Allerdings gibt es auch äußere (extrinsische) Faktoren, die unsere Haut frühzeitig altern lassen können. Um vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen, wird unter anderem dazu geraten, sich ausgewogen zu ernähren und auf Nikotin und Alkohol zu verzichten. Ein weiterer entscheidender extrinsischer Faktor ist die Sonneneinstrahlung.

Schätzungen zufolge ist das Sonnenlicht, beziehungsweise die darin enthaltene UV-Strahlung, für 80% der extrinsischen und vorzeitigen Hautalterung verantwortlich. So gehen Experten davon aus, dass sich die Sonnenschäden über Jahre in der Haut summieren und entscheidend zum sogenannten Photoaging beitragen. Längst vergessene Sonnenbrände aus der Jugend und übermäßiges Sonnenbaden können uns also noch Jahre später Zeichen der Hautalterung ins Gesicht schreiben.

Anti-Aging-Tipp Nummer eins ist daher: wer seine Haut länger jung halten möchte, setzt auf Sonnenschutz.

Typische Zeichen von Photoaging:

  • Falten und Fältchen
  • Feuchtigkeitsarme und trockene Haut
  • Hyper- und Fehlpigmentierungen, z.B. Muttermale oder Melasma
  • Schlaffe Haut, der es an Spannkraft fehlt

Sonnencreme für's Gesicht

Übrigens: auch wer Sonnenschutz verwendet, wird in der Regel braun. Denn etwas UV-Strahlung bekommt die Haut in jedem Fall ab. Das liegt daran, dass wir in der Regel ohnehin viel zu wenig Sonnenschutz auftragen und dieser die Haut zudem nicht lückenlos bedeckt. Das reicht, um den Prozess der Melaninbildung anzuregen. 

Was ist UV-Strahlung und welchen Einfluss hat sie auf unsere Haut?

Der Teil der Sonnenstrahlen, der die Atmosphäre der Erde durchdringt und schließlich auf unseren Körper trifft besteht aus:

  • unsichtbarer Infrarotstrahlung
  • dem sichtbaren Licht mit den uns bekannten Farben des Regenbogens
  • unsichtbarer UV-Strahlung, die sich in die Bereiche UVA, UVB und UVC unterteilt 

Bedeutend für unseren Körper sind vor allem die UVA- und UVB-Strahlen des Sonnenlichts.

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Die kurzwellige UVC-Strahlung wird von der Haut reflektiert. UVB- und UVA-Strahlen dringen jedoch in die Haut ein. Dabei gelangt UVB vor allem in die Oberhaut (Epidermis), UVA kann in weitaus tiefere Hautschichten vordringen.

Wirkungen von UV-Strahlung auf die Haut

Es scheint, dass es einige gute Argumente für den Aufenthalt in der Sonne gibt: ihre warmen Strahlen sorgen für gute Laune, steigern das Wohlbefinden und spielen sogar eine Rolle für unser Immunsystem. Hierzu reichen dem Körper allerdings bereits minimale Mengen an Sonnenlicht. Geht die Sonneneinstrahlung über diese bestimmte Menge hinaus, überwiegen sehr schnell die Nachteile der im Sonnenlicht enthaltenen UV-Strahlung.

Eine Eselsbrücke für die Effekte der UV-Strahlung

  • UVA = A wie Alterung
  • UVB = B wie Bräunung oder Sonnenbrand
     

UVB-Strahlung

UVB-Strahlung sorgt dafür, dass die Haut bräunt, ist aber gleichzeitig auch für akute Schäden wie Sonnenbrand verantwortlich. Zudem kann die Haut durch vermehrte und dauerhafte UVB-Einstrahlung unerwünscht verdicken. All diese sichtbaren Reaktionen sind im Grunde Anzeichen für ein ungesundes Maß an UVB-Strahlung – die viel zitierte „gesunde Bräune“ gibt es aus dermatologischer Sicht nicht.

Sonnencreme und Vitamin D

Vitamin D ist essenziell für unsere Knochen, das Immunsystem und die Produktion verschiedener Hormone. Der Körper kann Vitamin D über die Ernährung aufnehmen und unter bestimmten Bedingungen auch selbst produzieren. Dafür benötigt es jedoch UVB-Strahlung. In diesem Zusammenhang gibt es Stimmen, die behaupten, dass die Verwendung von Sonnencreme die körpereigene Produktion von Vitamin D hemmt. Also lieber doch nicht eincremen? 

Ganz so einfach ist es nicht. Zum einen genügen dem Körper bereits geringe Mengen an UVB zur Vitamin-D-Produktion. Da sich die meisten Menschen nicht täglich eincremen oder meist auch keinen 100 %-igen UV-Schutz erreichen, kommt immer etwas UVB-Strahlung auf der Haut an. Vor allem im Sommer ist das für die Bildung von Vitamin D bereits ausreichend. Sonnencreme ist daher nur selten der Grund für einen ausgeprägten Vitamin-D-Mangel.  

Grund für den Vitamin D-Mangel in unseren Breitengraden sind vor allem meteorologische Bedingungen: lange Winter und enge tageszeitliche Fenster für UVB-Strahlung in der korrekten Wellenlänge. Nur im Sommer erreicht die Sonne auch wirklich den richtigen Winkel, damit ausreichend UVB-Strahlung auf der Erdoberfläche ankommt. 

Aber auch Hauttyp und Alter bestimmen, wieviel Vitamin D der Körper produziert. Was Viele zudem nicht wissen: zu viel UV-Strahlung zerstört bereits vorhandenes Vitamin D in der Haut. Daher ist hier zu viel Sonne sogar kontraproduktiv. 

UVA-Strahlung

UVA-Strahlung dringt deutlich tiefer in die Haut ein und stört dort das stabilisierende Gerüst und wichtige Strukturen. Neben akuten Folgen wie etwa Sonnenallergie oder Mallorca-Akne, phototoxischen oder allergischen Reaktionen, zeigt sich eine Schädigung durch UVA vor allem anhand der typischen Zeichen von Photoaging/Hautalterung. Durch die Schädigung von Kollagen und Elastin wird die Haut schlaffer und Falten und Fältchen entstehen.

Negative Einflüsse energiereicher Strahlung auf die Haut

UVB-Strahlung
  • Sonnenbrand
  • Hautveränderungen
  • Fehl-/Hyperpigmentierungen
  • Augenschäden
  • Hautkrebs
UVA-Strahlung
  • Sonnenallergie und Mallorca-Akne
  • Hautalterung und Fältchen
  • Elastizitätsverlust
  • Altersflecken
  • Hautkrebs

Mineralische oder "chemische" Sonnencreme?

Um unsere Haut vor den negativen Auswirkungen der UV-Strahlung zu schützen, werden in Sonnencremes UV-Filter eingesetzt.

Oft werden Sonnencremes als „mineralisch“ oder „chemisch" bezeichnet. Das bezieht sich jeweils auf die enthaltenen UV-Filter, die sich genau genommen in diese beiden Kategorien einteilen lassen: physikalische UV-Filter (auch mineralisch genannt) sowie organische UV-Filter (irreführend auch chemisch genannt).

Physikalische/mineralische UV-Filter

  • „Physikalisch“ bezieht sich auf die ursprünglich vermutete Funktionsweise des Filters. Zunächst wurde angenommen, dass diese Filter (z.B. Titanoxid und Zinkoxid) vor allem über die physikalischen Prinzipien von Streuung und Reflexion funktionieren. Stand der heutigen Forschung ist jedoch, dass physikalische Filter UV-Licht nicht nur streuen und reflektieren, sondern auch absorbieren.
  • Entfalten einen Breitbandschutz: decken das Spektrum von UVA- und UVB-Strahlung ab.

Sonnencremes mit mineralischen Filtern

Organische/chemische UV-Filter

  • Die Bezeichnung „chemische" Filter ist strenggenommen unzutreffend. Denn eigentlich ist alles, was uns umgibt „Chemie". Auch hier geht die Benennung auf die Wirkweise zurück: diese Filter absorbieren die UV-Strahlung – und das ist ein chemischer Prozess. Chemische Filter kann man auch auf Basis ihres molekularen Aufbaus kategorisieren. In diesem Fall spricht man von organischen Filtern, weil die enthaltenen chemischen Elemente als organisch bezeichnet werden (übrigens: in physikalischen Filtern finden sich im Gegensatz dazu anorganische Elemente).
  • Die individuellen Filter-Substanzen schützen in verschiedenen UV-Bereichen, vor allem jedoch im UVB-Spektrum. Moderne UV-Filter decken teilweise auch das UVA-Spektrum ab und gehören einer neuen Generation von wirksamen und verträglichen organischen Filtern an.

Sonnencremes mit chemischen Filtern

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Wie verträglich sind UV-Filter?

Mineralische Filter sind meist wenig sensibilisierend, Allergien oder Unverträglichkeiten treten überaus selten auf. Sie können jedoch austrocknend auf die Haut wirken (vor allem Zinkoxid). Dem gegenüber sind einige organische (chemische) Filter dafür bekannt, bei empfindlicher Haut Allergien oder Unverträglichkeiten hervorzurufen. Das passiert vor allem dann, wenn sich der jeweilige UV-Filter unter UV-Strahlung in seiner Struktur verändert (photoinstabile Filter). Moderne organische UV-Filter sind jedoch in der Regel so konstruiert, dass sie gegenüber UV-Strahlung stabil und somit verträglicher sind.

Moderne UV-Filter mit guter Verträglichkeit

INCI-Name
  • Drometrizole Trisiloxane (Handelsname: Mexoryl XL®)
  • Terephthalylidene Dicamphor Sulfonic Acid (Handelsname: Mexoryl SX®)
  • Ethylhexyl Triazone (Handelsname: Uvinul T150®)
  • Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate (Handelsname: Uvinul A Plus®)
  • Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine (Handelsname: Tinosorb S®)
  • Methylen-Bis-Benzotriazolyl Tetramethylbutylphenol (Handelsname: Tinosorb M®)
  • Tris-Biphenyl Triazine (Handelsname: Tinosorb A2B®)
  • Diethylhexyl Butamido Triazone (Handelsname: Iscotrizinol®)
  • Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid (Handelsname: Enzulisol®)
  • Disodium Phenyl Dibenzimidazole Tetrasulfonate (Handelsname: Neo Heliopan A®)

Neben den Filtern, die allgemein als verträglich gelten, gibt es einige UV-Filter, die bei empfindlicher Haut für ein gewisses Irritationspotenzial bekannt sind. Viele Expert*innen raten in solchen Fällen, auf folgende UV-Filter zu verzichten:

UV-Filter mit Irritationspotenzial

  • Benzophenone-3
  • Benzophenone-4
  • Benzophenone-5
  • 4-Methylbenzylidene Camphor
  • Homosalate
  • Octocrylene
  • Octyl Methoxycinnamate
  • Ethylhexyl Dimethyl PABA
  • Butyl Methoxydibenzoylmethane (Avobenzon) - Avobenzon ist photoinstabil und dadurch häufig Ursache für allergische Reaktionen. Dennoch wird Avobenzon weiterhin in Sonnencremes eingesetzt, denn es handelt sich dabei um einen ausgezeichneten UVA-Filter. Durch die Formulierung mit anderen UV-Filtern lässt sich Avobenzon stabilisieren, was das Irritationspotenzial deutlich herabsetzt. Voraussetzung ist jedoch, dass nicht Octyl Methoxycinnamate zur Stabilisierung verwendet wird.

Wie hoch sollte der Lichtschutzfaktor sein – und was bedeutet überhaupt LSF,
SPF und PPD?

Auf Verpackungen finden sich häufig Logos, in Form eines eingekreisten "UVA"- und/oder "UVB"-Schriftzugs. Sind beide vorhanden, so verfügt das Produkt über einen Schutz gegenüber UVA- und UVB-Strahlung. In diesem Fall beträgt der UVA-Schutz laut Empfehlung der europäischen Kommission mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes. Dies hat jedoch lediglich qualitative Aussagekraft. Wie hoch der Schutz zahlenmäßig ausfällt, lässt sich anhand von LSF, SPF und PPD ablesen.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) oder auch Sun Protection Factor (SPF) beschreibt den Schutz vor UVB-Strahlung. Für gewöhnlich sind Sonnenschutzprodukte mit einem LSF von 5-50+ erhältlich. Für einen zuverlässigen Schutz sollte deine Sonnencreme mindestens einen SPF von 30 haben. Grund hierfür ist unter anderem, dass wir dazu neigen, zu wenig Produkt aufzutragen und den angegebenen Schutzfaktor nicht erreichen.

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Der Schutz vor UVA-Strahlung wird mit mithilfe des sogenannten PPD-Wertes (Persistent Pigment Darkening) angegeben. Jedoch loben derzeit nur wenige Hersteller den PPD-Wert explizit auf der Verpackung ihrer Sonnencremes aus. Ist das doch einmal der Fall, finden sich hier entweder ebenfalls Zahlenwerte oder auch die Angabe „PA+“ bis „PA++++“. Ist keine Angabe zu finden, so kann bei europäischen Sonnencremes davon ausgegangen werden, dass der UVA-Schutz mindestens 1/3 des ausgewiesenen Lichtschutzfaktors (SPF) beträgt, wenn der UVA-Kreis auf dem Produkt abgedruckt ist. 

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Sonnencreme für den Körper

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Über die Autorin

Dr. Sarah Schunter, Biochemikerin

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Biochemikerin Dr. S. Schunter.

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Täglicher Sonnenschutz fürs Gesicht

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