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French Nails selber machen

Maniküre-Klassiker

Chic, schlicht, gepflegt: French Nails sind schon lange Trend und deshalb nicht nur Maniküre-Queens ein Begriff. Jetzt erleben die französischen Nägel mit der weißen Spitze ein Comeback – sie sind kürzer, natürlicher und strahlen in semi-transparentem Nude. Hier findest du heraus, was du für die „French Nails 2.0“ brauchst, wie du sie ganz einfach zu Hause selbst machst und an deinen persönlichen Style anpasst.

Kurz und knapp: French Nails selber machen

  • Aktuell sind French Nails mit einer schmalen Spitze oder Spitzen in unterschiedlichen Farben im Trend.
  • Bist du Anfänger*in, kannst du für deine French Nails auch spezielle Schablonen benutzen.
  • Passen den Nudelack an deinen Hautton an, je nachdem, ob du einen kühlen oder eher wärmeren Unterton hast.

Das sind French Nails

French Nails betonen die Spitze deiner Nägel mit weißem Lack und bringen sie mit einer dezenten Farblack-Schicht zum Glänzen. Wo vor einigen Jahren die Nagelspitze noch breit und strahlend weiß war, ist sie jetzt schmal und leuchtet in allen erdenklichen Farben – von Off-White bis hin zu Statement-Knallfarben wie Korallenrot oder Royalblau. Auch die bevorzugte Länge hat sich geändert: Die Zeit der langen Krallen ist vorbei – die „neuen“ French Nägel sind kurz und damit viel alltagstauglicher. Auch trägst du für den modernen French Look nicht mehr mehrere dicke Gel-Schichten in Rosa, sondern eine dünne Schicht eines halbtransparenten Lacks in einem zu deinem Hautton passenden Nude-Ton auf deine Nägel auf. Das Ergebnis: Ein natürliches, gepflegtes und zeitloses Nageldesign.

Schon gewusst? Die French Nails kommen ursprünglich aus – wer hätte es gedacht – Frankreich. Wann genau sie zum ersten Mal aufgetreten sind, ist umstritten. Eine Theorie besagt aber, dass sich die französischen Adeligen des 18. Jahrhunderts die Spitzen ihrer Nägel weiß gefärbt haben. Vermutlich, um sich von der hart-arbeitenden Landbevölkerung, die sofort an dreckigen, braunen Fingernägeln erkennbar war, abzugrenzen.

French Nails: Das brauchst du dafür

  • Nagelfeile
  • Rosenholzstäbchen
  • Basecoat
  • Nagelweiß
  • Lack in Nude-Tönen
  • Topcoat
  • optional: Rillenfüller, Nagelhautentferner, Nagelschablonen, Korrekturstift

French Nails selber machen: Step-by-Step-Anleitung

  1. Feilen: Kürze deine Nägel und bringe sie gleichzeitig in Form. Das gelingt dir am besten mit einer feinkörnigen Feile. Schneidest du deine Nägel, können sie schnell ungleichmäßig aussehen und unschöne Kanten haben. Auch kannst du deine empfindliche Nagelhaut leicht mit einer Schere verletzen. Mit einer Feile bringst du die Nägel direkt in eine Form, die dir am besten gefällt. Ob leicht rund, eckig, oder oval: Du hast die freie Wahl. Für einen modernen Look raten wir dir: Halte die Nägel möglichst kurz – eine Länge zwischen drei Millimetern und einem halben Zentimeter ist ideal.
  2. Nagelhaut entfernen: Für professionelle Ergebnisse schiebst du die störende Haut auf deinen Nägeln nach hinten. Das gelingt dir am besten mithilfe eines Nagelhautentferners. Trage eine dünne Schicht des Produkts auf die Nagelhaut auf und lasse es kurz einwirken. Jetzt ist die Haut weich und lässt sich einfach zurückschieben. Verwende dafür ein Rosenholzstäbchen und gehe ganz behutsam vor. Bevor du mit dem nächsten Schritt weitermachst, wäschst du den Entferner unter fließendem Wasser ab und trocknest deine Hände gründlich mit einem weichen Handtuch. Alternativ kannst du auch ein Handbad ausprobieren: Tauche deine Hände circa zehn bis 15 Minuten lang in eine Schale mit warmem Wasser – so wird die Nagelhaut schön weich. Anschließend schiebst du sie sanft mit dem Holzstäbchen zurück.
  3. Optional – Rillen füllen: Da du nur eine dünne Schicht eines halbdurchsichtigen Lacks auf deine Nägel aufträgst, ist ein ebener Untergrund besonders wichtig. Gleiche deshalb Unebenheiten mit einem Rillenfüller aus, bevor du dich ans Lackieren der Nagelspitze machst. Achtung: Lass den Rillenfüller erst komplett trocknen, bevor du mit dem nächsten Schritt weitermachst.
  4. Basecoat auftragen: Trage einen Unterlack auf deinen gesamten Nagel auf. Vergiss dabei die Nagelspitze nicht! Der Basecoat gleicht Unebenheiten aus, lässt die anschließend aufgetragenen Farben strahlen und macht das Naildesign länger haltbar. Verwende nur eine dünne Schicht Grundierung und lasse sie vollständig trocknen.
  5. Nagelschablonen aufkleben und Nagelweiß auftragen: Wenn du deinen Freihand-Lackier-Künsten nicht so recht traust, sind French-Nail-Schablonen deine Retter in der Not. Wähle eine Schablone aus, die der Größe deines Nagels entspricht und bringe sie zentriert auf das Ende deines Nagels auf – so stellst du sicher, dass alle Nagelspitzen schön gerundet sind. Drücke die Schablone vorsichtig mit einem Finger an, damit die Kanten nicht verlaufen, wenn du das Nagelweiß aufträgst. Die Schablonen sind selbstklebend – wenn sie nicht richtig sitzen oder beim Auftragen faltig geworden sind, ziehst du sie ganz einfach ab und versuchst es noch einmal. Wenn alles richtig sitzt, trägst du Nagelweiß auf die Spitzen auf. Nagelweiß ist ein spezieller weißer Farblack, der deine French Nails natürlich aussehen lässt. Achte darauf, dass du nur eine schmale Linie aufträgst – das ist besonders wichtig, wenn du auf Schablonen verzichtest. Streife überschüssiges Nagelweiß vor dem Auftragen ab und trage nur ganz wenig Produkt von der Mitte der Schablone zur Nagelspitze hin auf – für ein gleichmäßiges Ergebnis ohne Verschmieren.
  6. Schablonen abziehen und korrigieren: Jetzt ist Geduld gefragt. Damit deine French Nails nicht verschmieren, muss das Nagelweiß nämlich erst ganz trocknen, bevor du die Schablonen abziehst oder die nächste Nagellack-Schicht aufträgst. Warte deshalb mindestens zehn Minuten lang ab, bevor du weitermachst. Anschließend entfernst du die Schablonen vorsichtig. Du bist nicht so recht vom Ergebnis überzeugt? Mit einem Nagellackkorrekturstift besserst du kleine Lackierfehler aus.
  7. Nudelack auftragen: Jetzt sorgt ein zarter, semitransparenter Lack in einem Nude-Ton für den typischen French-Nail-Look. Trage auch hier wieder nur eine ganz dünne Schicht des Produkts auf – so verschmiert nichts oder verdeckt deine weißen Nagelspitzen. Wir empfehlen: Wähle für einen natürlich-klassisches Ergebnis einen Nagellack, der zu deinem Hautunterton passt. Ein blaustichiges Rosé passt zu einem kühlen Hautunterton, während ein beiger Lack einem warmen Hautunterton schmeichelt. Bei einem neutralen Unterton hast du die freie Wahl. Lasse den Lack mindestens eine halbe Stunde lang trocknen.
  8. Topcoat auftragen: Zum Abschluss versiegelt ein glänzender Überlack dein Werk und macht die French Nails länger haltbar. Zusätzlich lässt er sie wunderschön strahlen – wie frisch von der Maniküre. Natürlich kannst du alternativ auch einen matten Topcoat verwenden. Trage den Lack auf deinen gesamten Nagel auf und lasse ihn gut trocknen.

French-Nails-Variationen: Lass deine Fantasie spielen

French Nails müssen nicht Rosa und Weiß sein – werde kreativ und wandele das Design ganz nach deinen individuellen Vorlieben ab. So kannst du zum Beispiel statt in Weiß deine Nagelspitzen in mysteriöses Schwarz tauchen oder sie mit schimmerndem Glitzer-Lack in einen echten Hingucker verwandeln. Oder du „verschiebst“ die farblich abgesetzte Spitze deiner Nägel – lass sie zum Beispiel seitlich oder schräg über den Nagel verlaufen oder betone stattdessen den oberen Bereich deines Nagels mit einem bunten Streifen. Eine besonders angesagte Variante der French Nägel sind die sogenannten Babyboomer Nails. Für diesen coolen Look mit Ombre-Farbverlauf verwendest du Weiß, helles Nude und Pink und verblendest die Farben mithilfe eines Tupfers.

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