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Hautpflege

Enzympeelings

Mit Enzympeelings lassen sich abgestorbene Hautzellen sanft entfernen – für einen feinporigen und strahlenden Teint bei allen Hauttypen.

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit der Biochemikerin Dr. Sarah Schunter aus München.

Kurz und knapp: Enzympeelings

  • Gängige Enzympeelings (INCI): Ananas Cosmosus (Pineapple) Fruit Extract, Carica Papaya Fruit Extract, Cucurbita Pepo (Pumpkin) Enzyme
  • Wirkung: sanft peelend
  • Anwendungsempfehlung: je nach Hauttyp und Verträglichkeit 1-mal wöchentlich bis zu täglich nutzbar
  • Hauttypen: für alle Hauttypen geeignet
  • Wichtig: die Anwendung von Peelings setzt die tägliche Anwendung eines Sonnenschutzes voraus

Enzympeelings – die Grundlagen

Peelings lassen sich einsetzen, um abgestorbene Hautzellen von der Hautoberfläche zu entfernen. Dabei lassen sich prinzipiell 3 verschiedene Arten von Peelings unterscheiden:

  • physikalische oder mechanische Peelings auf Basis von Schleifpartikeln
  • chemische Peelings mit alpha-Hydroxysäuren (AHA) oder beta-Hydroxysäure (BHA , Salicylsäure)
  • Enzympeelings

Die meisten Enzympeelings enthalten pflanzliche Enzyme als aktive Substanz. Häufig zum Einsatz kommen die Enzyme

  • Bromelain aus der Ananaspflanze (INCI: Ananas Cosmosus (Pineapple) Fruit Extract)
  • Papain aus der Papayapflanze (INCI: Carica Papaya Fruit Extract)
  • Pumpkin Enzym aus Kürbissen (INCI: Cucurbita Pepo (Pumpkin) Enzyme)
  • weitere Enzyme: Subtilisin, Protease

Wie wirken Enzympeelings auf die Haut?

Mit steigendem Alter ist die Bildung neuer Hautzellen verlangsamt − abgestorbene Hautzellen können länger auf der Haut verbleiben und lassen sie so häufig fahl wirken. Diese abgestorbenen Hautpartikel sind über Eiweißverbindungen untereinander und mit den darunter liegenden Hautschichten verbunden. Enzyme können diese Eiweiße spalten und so die Verbindung zwischen den abgestorbenen Zellen der oberen Hornschicht aufbrechen. Die Hautschuppen lassen sich dadurch sanft ablösen, wodurch die Haut strahlender erscheinen kann. Zusätzlich soll die Anwendung von Enzympeelings den Zellerneuerungsprozess der Haut aktivieren.

Anders als bei den meisten mechanischen Peelings entstehen bei Verwendung von Enzympeelings in der Regel keine Hautirritationen und -reizungen, da auf die mechanische Behandlung der Haut verzichtet wird. Wichtig ist wie immer, dass die Formulierung des verwendeten Hautpflegeproduktes mild und reizarm ist.

Positive Auswirkungen von Enzympeelings auf das Hautbild sind:

  • Exfoliation: Enzympeelings befreien die Haut besonders schonend von abgestorbenen Hautschuppen und Talg. Der Teint wird verfeinert und die Haut strahlt.
  • Vorbeugung von Hautunreinheiten: Die Poren werden gereinigt und verfeinert, wodurch Pickeln und Mitessern vorgebeugt wird.
  • Vorbereitung auf Pflegestoffe: Durch die Exfoliation werden abgestorbene Hautschuppen entfernt, was eine bessere Aufnahme und Verwertung von wirksamen Inhaltsstoffen ermöglicht. Die Haut ist optimal auf anschließende Pflegeprodukte vorbereitet.
  • Anti- und Slow-Aging-Effekt: Enzympeelings können sich positiv auf die Bildung von Kollagen auswirken, wodurch die Haut gefestigt erscheinen kann.
  • Anregung der Durchblutung: Enzympeelings regen die Durchblutung an und sorgen so für einen frischen Teint.

Peelenden Enzyme in Hautpflegeprodukten

Wie werden Enzympeelings angewendet?

Meistens werden Enzympeelings in Pulverform angeboten. Sie werden mithilfe von Wasser aktiviert, wodurch eine schaumige oder cremige Textur entsteht.

Je nach Hauttyp können Enzympeelings 1–2-mal pro Woche oder täglich angewendet werden: Dafür trägst du morgens oder abends das mit Wasser aktivierte Enzympeeling auf das gereinigte Gesicht auf (die empfindliche Augenpartie aussparen). Nach der Einwirkzeit das Peeling mit lauwarmem Wasser gründlich abwaschen. Die gereinigte Haut ist nun optimal auf nachfolgende Pflegestoffe vorbereitet.

Ein leichtes Kribbeln bei der Anwendung von Enzympeelings kann normal sein, bei starkem Brennen oder Juckreiz sollte das Peeling jedoch direkt mit warmem Wasser abgewaschen werden.

Wichtig: Enzympeelings an einem lichtgeschützten und trockenen Ort aufbewahren.

Für wen sind Enzympeelings geeignet?

Enzympeeling eignen sich für jeden Hauttyp. Besonders vorteilhaft können sie sein bei:

  • Empfindlicher Haut: Da Enzympeelings besonders mild wirken, kann dieser Hauttyp besonders profitieren.
  • Trockener Haut: Nach der Anwendung von Enzympeelings können Pflegeprodukte mit feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen besonders gut aufgenommen werden.
  • Unreiner Haut: Enzympeelings eignen sich aufgrund der reinigenden Wirkung auf die Poren gut für unreine Haut.
  • Fettiger Haut: Enzyme können für die Anwendung bei fettiger Haut mit fettspaltenden Wirkstoffen (beispielsweise Lipase) kombiniert werden, die auch Talg effektiv entfernen.
  • Reifer Haut: Enzympeelings entfernen den grauen Schleier abgestorbener Hautzellen und regen die Durchblutung an. Auch aufgrund der hauterneuernden Effekte sind Enzympeelings für reife Haut empfehlenswert.

Enzympeeling oder Fruchtsäurepeeling?

Du fragst dich, welche Art von Peeling du wählen sollst? Eine pauschale Antwort gibt es hierbei nicht. Doch wie immer gilt: die Wahl des geeigneten Pflegeproduktes hängt von deiner Haut, deinen Bedürfnissen, aber auch deinen Vorlieben ab. Je nachdem kannst du sowohl bei Enzympeelings, als auch den chemischen Fruchtsäurepeelings fündig werden.

Als Faustregel lässt sich festhalten: willst du ein intensiver wirksames Treatment, greife zu Fruchtsäurepeelings (etwa mit Glycolsäure, Milchsäure oder Salicylsäure). Wenn es milder sein soll, deine Haut chemische Peelings nicht verträgt oder du schlichtweg keinen Bedarf für eine intensive Behandlung hast, bietet sich die Verwendung von Enzympeelings an. Insgesamt sind Enzympeelings nicht mit der Wirksamkeit chemischer Peelings vergleichbar, dennoch können Enzympeelings, wie bereits oben erwähnt, eine Option zur Pflege fast aller Hauttypen sein.

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Dr. Sarah Schunter, Biochemikerin

Über die Autorin

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Biochemikerin Dr. S. Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.

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